Waldbesitzertag Hochfranken 2015

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Waldbesitzertag2015-1Am Sonntag, den 13.09.2015, veranstalteten die drei WBVen Hof/Naila, Münchberg und Sechsämterland zusammen mit dem AELF zum 3ten Mal den Waldbesitzertag Hochfranken. Bei traumhaften Spätsommerwetter wurde den Besuchern bei Förbau ein abwechslungsreicher Parcour rund um das Thema "Naturschutz im Wald? - Ganz einfach!" geboten.

Zahlreiche Waldbesitzer nahmen die Gelegenheit wahr sich darüber zu informieren, dass aktive Waldbewirtschaftung und Naturschutz kein Widerspruch sein muss. Ganz im Gegenteil. Mit Hilfe einer nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft können ökonomische, ökologische und soziale Funktionen des Waldes ganz einfach in Einklang gebracht werden.

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Der Rundgang begann mit der Vorstellung der Geologie und der Böden, weil diese die Wachstumsgrundlage für die Waldbäume bilden. An der nächsten Station ging es um die Tanne. Sie passt auf Grund ihrer Pfahlwurzel sehr gut als Mischbaumart in die Fichtenbestände der Region. Herr Nitsche vom Landesbund für Vogelschutz stellte verschiedene Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse vor. Sie sind auf Brut- und Wohnhöhlen angewiesen, die sie von Natur aus idelaerweise in alten Bäumen finden. Außerdem gab es viele Informationen zu den Pilzen des Waldes. Dass Holz machen kein Widerspruch zum Naturschutz sein muss, sondern ganz im Gegenteil einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von stabilen, gemischten Waldbeständen leistet, konnten die Besucher an der nächsten Station sehen, wo es um bodenschonende Holzernte mit dem Harvester und Forwarder ging und um motormanuelle Starkholzernte.

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Das AELF informierte über die Grundlagen der Astung, die bei "Maßkrugstärke" durchgeführt, den Grundstock für die Entwicklung von wertvollen Bäumen bildet. Auf halber Wegstrecke stellten die Waldbesitzervereinigungen und das AELF ihr Dienstleistungsangebot vor. Dass auch Bienen zum Wald gehören zeigte der Imkereiverein Münchberg, der Einblicke in einen Bienenstock bot. Viele Waldrandbaumarten wie Weide, Linde Ahorn und Wildobstbäume gehören zu den wichtigen Nahrungslieferanten für die nützlichen Insekten. Ein großes Thema war auch die Minimierung des Risikos für Fichtenbestände, die mit zunehmenden Alter anfälliger für Windwurf- und Borkenkäferschäden werden. Wichtige Werkzeuge sind hier die Pflege von Jugend an um den Zukunftsbäumen ausreichend Platz für eine ungestörte Kronenentwicklung bieten zu können, die rechtzeitige Stabilisierung der Fichtenbestände über regelmäßige Durchforstungen und die Einbringung von tiefwurzelnden Mischbaumarten.

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Es gab Informationen über Forstpflanzen und den Schutzvarianten gegen Wildverbiss. Am Pflegeparcour konnten die Besucher in die Dickung "eintauchen" und erfahren wie der Grundstock für eine stabile Bestandesentwicklung gelegt wird. Am Ende de Rundweges erfuhren die Waldbesitzer wie wichtig Waldaußen- und Waldinnenränder als wertvolle Waldstrukturen und Lebensraum zahlreicher seltener Tiere und Pflanzen sind.

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