Aktionsjahr Waldnaturschutz 2015

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WaldnaturschutzHolz nutzen und Natur schützen muss kein Widerspruch sein, nachhaltige Forstwirtschaft vereint beides. Die Staatsregierung will die vielfältigen Leistungen der Forstwirtschaft für den Natur- und Artenschutz stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Deshalb hat Forstminister Helmut Brunner ein „Aktionsjahr Waldnaturschutz 2015“ ausgerufen.

„Wir wollen deutlich machen, dass Holznutzung und Naturschutz in Bayern keine Gegensätze sind, sondern sich hervorragend ergänzen“, sagte der Minister. Schließlich werde im Freistaat schon seit Jahrzehnten nachhaltige und naturnahe Waldwirtschaft praktiziert, die Holznutzung und Naturschutz miteinander in Einklang bringt. „Wir wollen nicht Urwälder auf der einen und Holzplantagen auf der anderen Seite des Waldwegs“, so Brunner. Ziel seien ökologisch wertvolle Wälder auf ganzer Fläche.

Um das Thema Waldnaturschutz möglichst vielen Menschen zu vermitteln, sind heuer landesweit Veranstaltungen und Aktionen geplant. Einen Überblick gibt es im Internet unter www.waldnaturschutz.bayern.de. Darüber hinaus will Brunner auch neue Akzente setzen. Unter anderem soll es künftig Zuschüsse für bestimmte Naturschutzleistungen in den privaten und kommunalen Wäldern geben.

 
Was können Waldbesitzer in ihrem Wald tun:
  • Fichtenbestände mit Mischbaumarten anreichern. Je nach Ausgangssituation gibt es hierbei zahlreiche Varianten. Die zuständigen Förster beraten sie kostenlos in Hinblick auf Baumartenauswahl und Einbringungsmöglichkeiten. Als WBV Mitglied können sie vergünstigt Pflanzen und Einzelschutzmaterialien beziehen.
  • Regelmäßig Holznutzen, für die optimale Entwicklung des Bestandes. Die WBV als Partner der Waldbesitzer unterstützt sie kostenlos bei der Durchführung und Abwicklung des Holzeinschlags und des Holzverkaufs.
  • In jungen Beständen rechtzeitig mit den Pflegemaßnahmen starten, um Mischbaumarten zu erhalten und die Struktur und Stabilität zu verbessern.
  • Schaffung von Strukturvielfalt; gemischte, ungeichaltrige und stufig aufgebaute Wälder statt gleichaltrige, einschichtige Reinbestände
  • Erhalt von alten, dicken Bäumen für unsere Enkel und Urenkel und für viele Bewohner des Waldes
  • Erhalt von Biotopbäumen und Totholz als wichtiger Lebensraum für viele Waldbewohner
  • Blütenreiche Wegränder und vielschichtige Waldränder erhalten
  • "Schöne" Bäume erhalten, auch wenn sie unnütz erscheinen
  • Seltene Baumarten fördern bzw. pflanzen
  • Mit dem Waldboden schonend umgehen

Es gibt unzählige Möglichkeiten mit wenig Aufwand, ganz nebenbei den eigenen Wald ökologisch wertvoller zu machen und so vielen Tieren- und Pflanzen einen besseren Lebensraum zu schaffen. Und das beste daran ist, dass sie weiterhin Einnahmen aus ihrem Wald erzielen können und ihren Nachkommen einen gesunden, stabilen und wertvollen Wald übergeben können.

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